Unsere erste Honig-Produktion

Kaum zu glauben, aber wir haben unsere selbstgesteckten Ziele hinsichtlich der Imkerei & des Honigverkaufs erreicht!

Trotz aller Schwierigkeiten, von denen wir im Folgenden berichten werden, sind wir somit ziemlich zufrieden ­čÖé Dieser Blog-Beitrag soll somit kein ┬┤Geheul┬┤ sein, sondern euch eher Mal einen Einblick in so ein Jung-Imkerdasein erm├Âglichen ­čśë

Umstellung

Wie wir niemals m├╝de werden zu betonen, imkern wir `wesensgem├Ą├č┬┤. Da es aber weit und breit niemanden gibt (zumindest unseres Kenntnisstandes nach), der vergleichbar imkert, m├╝ssen wir die V├Âlker auf regional typischen Beuten-Ma├čen kaufen und anschlie├čend umstellen. Ohne unn├Âtig ins Detail gehen zu wollen, stellt eine solche Umstellung immer wieder eine gro├če Herausforderung f├╝r Imker und nat├╝rlich vor allem f├╝r das Bienenvolk dar, weshalb im Jahr der Umstellung nur sehr wenig bis gar kein Honig geerntet werden kann. Entscheidend daf├╝r sind eine Vielzahl externer Faktoren wie bspw. Wetter, Tracht (Futterquellen-Entwicklung), etc.

Mysteri├Âse Krankheit bei neuen V├Âlkern

├ärgerlich war in diesem Jahr f├╝r uns vor allem, dass die V├Âlker, die wir gekauft haben nach kurzer Zeit, an einer mysteri├Âsen Krankheit gestorben sind. Mysteri├Âs deshalb, weil wir wissen wollten, was wir denn da eingekauft hatten(!), alleine schon aus Angst, dass sich unsere anderen V├Âlker anstecken k├Ânnten, uns aber kein Fachexperte eine Antwort geben konnte. Im Fr├╝hjahr werden wir erst sehen, wie schlimm die Sache wirklich ist.

Anf├Ąnger-Fehler & Betonhonig

Ein Anf├Ąnger-Fehler, den wir uns selbst zuzuschreiben hatten, bestand in der falschen Materialwahl f├╝r unseren selbstgebauten Schleuderraum. Aus praktischen Gr├╝nden haben wir auf OSB-Platten zur├╝ckgegriffen, aber nicht die Folgen bedacht. Denn durch die Hitze im Sommer hat das Bindemittel der OSB-Platten stark ausged├╝nstet und der Schleuderraum hat f├╝rchterlich gestunken ­čÖü Da Honig stark Ger├╝che zieht, war es somit unm├Âglich, in der ersten Schleuderzeit im Juni zu schleudern. Erst zum zweiten Schleudertermin hatte sich der Geruch verringert und es gab ein paar k├╝hlere Tage, die ein Schleudern erm├Âglichten. Doof nur, dieses Jahr hatten die meisten Imker beim zweiten Schleudertermin gro├če Probleme mit sogenanntem `Betonhonig` (Ursache: Wetter => Trachtangebot). Dabei handelt es sich um Honig, der bereits in den Waben kristallisiert und deshalb nicht mehr geschleudert werden kann. Dadurch haben wir einen Verlust von ca. 40% Honig erlitten.

Impfen

Ein wenig Sorge hatten wir, dass unser Honig zu hart wird. Zum einen konnten wir unseren Honig nicht `Impfen`, um den richtigen Zeitpunkt f├╝r das R├╝hren besser beeinflussen zu k├Ânnen. Beim Impfen mischt man dem frisch geschleuderten Honig bereits kristallisierten Honig aus vorangegangenen Honigproduktionen bei. Da wir aber zum ersten Mal Honig geschleudert haben und keinen fremden nutzen wollten, konnten wir diese g├Ąngige Imkerpraxis nicht anwenden.

Erw├Ąrmen

Zum anderen war da (wie gesagt) das Problem mit dem Betonhonig und dessen unbekannten Einfluss auf den Kristallisationsprozess. Vor allem aber sind die Bienenhaltung und die Honigproduktion zwei unterschiedliche Kunstst├╝cke. Letztere erfordert vor allem eine Menge Erfahrung, den richtigen Zeitpunkt zum Schleudern zu erkennen. Es gibt kein Schema, das immer gleich abl├Ąuft, sondern ist jedes mal anders, da ja die Zusammensetzung eines Honigs niemals gleich ist. Zwei Tricks, denen sich Imker normalerweise bedienen, ist zum einen das bereits erw├Ąhnte Impfen und zum anderen das ├╝bliche Erw├Ąrmen. Letzteres ist bei unserem Ziel – beste Qualit├Ąt herzustellen und somit den Honig schonend zu behandeln – aber ausgeschlossen.

Gl├╝cklich & Dankbar

Umso gl├╝cklicher sind wir daher, dass unser Honig (bis auf ganz wenige Gl├Ąser) ausverkauft ist, denn Honig, den wir nicht mehr haben, der kann auch nicht mehr hart werden ­čśÇ

Danke an Alle, die unseren Honig gekauft haben, denn Dank euch schauen wir voller Dank auf die zuvor gemachten Erfahrungen, werden unser Lehren und Schl├╝sse ziehen und k├Ânnen uns gleichzeitig dar├╝ber freuen unsere pers├Ânlichen Ziele erreicht zu haben. Was will man/frau mehr?

Eurer

Arche-Hof Team

P.S. Einen besonderen Dank m├Âchten wir nat├╝rlich an die Honigmacher richten ­čÖé Ohne die Arbeit unserer Bienenv├Âlker g├Ąbe es schlie├člich keinen Honig ­čśë

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