Kaum zu glauben, aber wir haben unsere selbstgesteckten Ziele hinsichtlich der Imkerei & des Honigverkaufs erreicht!

Trotz aller Schwierigkeiten, von denen wir im Folgenden berichten werden, sind wir somit ziemlich zufrieden 🙂 Dieser Blog-Beitrag soll somit kein ÂŽGeheulÂŽ sein, sondern euch eher Mal einen Einblick in so ein Jung-Imkerdasein ermöglichen 😉

Umstellung

Wie wir niemals mĂŒde werden zu betonen, imkern wir `wesensgemĂ€ĂŸÂŽ. Da es aber weit und breit niemanden gibt (zumindest unseres Kenntnisstandes nach), der vergleichbar imkert, mĂŒssen wir die Völker auf regional typischen Beuten-Maßen kaufen und anschließend umstellen. Ohne unnötig ins Detail gehen zu wollen, stellt eine solche Umstellung immer wieder eine große Herausforderung fĂŒr Imker und natĂŒrlich vor allem fĂŒr das Bienenvolk dar, weshalb im Jahr der Umstellung nur sehr wenig bis gar kein Honig geerntet werden kann. Entscheidend dafĂŒr sind eine Vielzahl externer Faktoren wie bspw. Wetter, Tracht (Futterquellen-Entwicklung), etc.

Mysteriöse Krankheit bei neuen Völkern

Ärgerlich war in diesem Jahr fĂŒr uns vor allem, dass die Völker, die wir gekauft haben nach kurzer Zeit, an einer mysteriösen Krankheit gestorben sind. Mysteriös deshalb, weil wir wissen wollten, was wir denn da eingekauft hatten(!), alleine schon aus Angst, dass sich unsere anderen Völker anstecken könnten, uns aber kein Fachexperte eine Antwort geben konnte. Im FrĂŒhjahr werden wir erst sehen, wie schlimm die Sache wirklich ist.

AnfÀnger-Fehler & Betonhonig

Ein AnfĂ€nger-Fehler, den wir uns selbst zuzuschreiben hatten, bestand in der falschen Materialwahl fĂŒr unseren selbstgebauten Schleuderraum. Aus praktischen GrĂŒnden haben wir auf OSB-Platten zurĂŒckgegriffen, aber nicht die Folgen bedacht. Denn durch die Hitze im Sommer hat das Bindemittel der OSB-Platten stark ausgedĂŒnstet und der Schleuderraum hat fĂŒrchterlich gestunken 🙁 Da Honig stark GerĂŒche zieht, war es somit unmöglich, in der ersten Schleuderzeit im Juni zu schleudern. Erst zum zweiten Schleudertermin hatte sich der Geruch verringert und es gab ein paar kĂŒhlere Tage, die ein Schleudern ermöglichten. Doof nur, dieses Jahr hatten die meisten Imker beim zweiten Schleudertermin große Probleme mit sogenanntem `Betonhonig` (Ursache: Wetter => Trachtangebot). Dabei handelt es sich um Honig, der bereits in den Waben kristallisiert und deshalb nicht mehr geschleudert werden kann. Dadurch haben wir einen Verlust von ca. 40% Honig erlitten.

Impfen

Ein wenig Sorge hatten wir, dass unser Honig zu hart wird. Zum einen konnten wir unseren Honig nicht `Impfen`, um den richtigen Zeitpunkt fĂŒr das RĂŒhren besser beeinflussen zu können. Beim Impfen mischt man dem frisch geschleuderten Honig bereits kristallisierten Honig aus vorangegangenen Honigproduktionen bei. Da wir aber zum ersten Mal Honig geschleudert haben und keinen fremden nutzen wollten, konnten wir diese gĂ€ngige Imkerpraxis nicht anwenden.

ErwÀrmen

Zum anderen war da (wie gesagt) das Problem mit dem Betonhonig und dessen unbekannten Einfluss auf den Kristallisationsprozess. Vor allem aber sind die Bienenhaltung und die Honigproduktion zwei unterschiedliche KunststĂŒcke. Letztere erfordert vor allem eine Menge Erfahrung, den richtigen Zeitpunkt zum Schleudern zu erkennen. Es gibt kein Schema, das immer gleich ablĂ€uft, sondern ist jedes mal anders, da ja die Zusammensetzung eines Honigs niemals gleich ist. Zwei Tricks, denen sich Imker normalerweise bedienen, ist zum einen das bereits erwĂ€hnte Impfen und zum anderen das ĂŒbliche ErwĂ€rmen. Letzteres ist bei unserem Ziel – beste QualitĂ€t herzustellen und somit den Honig schonend zu behandeln – aber ausgeschlossen.

GlĂŒcklich & Dankbar

Umso glĂŒcklicher sind wir daher, dass unser Honig (bis auf ganz wenige GlĂ€ser) ausverkauft ist, denn Honig, den wir nicht mehr haben, der kann auch nicht mehr hart werden 😀

Danke an Alle, die unseren Honig gekauft haben, denn Dank euch schauen wir voller Dank auf die zuvor gemachten Erfahrungen, werden unser Lehren und SchlĂŒsse ziehen und können uns gleichzeitig darĂŒber freuen unsere persönlichen Ziele erreicht zu haben. Was will man/frau mehr?

Eurer

Arche-Hof Team

P.S. Einen besonderen Dank möchten wir natĂŒrlich an die Honigmacher richten 🙂 Ohne die Arbeit unserer Bienenvölker gĂ€be es schließlich keinen Honig 😉

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