Liebe KundInnen,

nach – gefühlt unendlich – vielem Durchspielen der Pros & Kontras haben wir uns gegen einen Zertifizierungsbeginn in diesem Jahr entschieden.

Der Kontrollvertrag liegt zwar schon fertig ausgefüllt und unterschrieben bereit, um zur Post gebracht zu werden, doch eine letzte Nachfrage bei der Zertifizierungsstelle Abcert hat nun den Ausschlag gegeben. Wir möchten uns gerne Ponys im Laufe des Jahres anschaffen, um einfach noch mehr Angebote schaffen zu können. Jetzt passende Ponys von einem bio-zertifizierten Hof zu bekommen halten wir schlichtweg für kaum möglich. Außerdem sollen dieses Jahr noch Wachteln auf unserem Hof einziehen. Zwar gibt es jeweils die Möglichkeit über Ausnahme-Regelungen die Tiere dann doch zu bekommen, aber wir haben ehrlich gesagt genug zu tun (vor allem auch Bürokratiekram).

In unserer Gründungsphase stellt der Zertifizierungsprozess einfach mehr Hindernisse in den Weg als wir im Moment gebrauchen können. Wie ihr wisst, sind unsere Tiere für jeden jederzeit sichtbar und daher absolute Transparenz gegeben. Fragen beantworten wir immer gerne & spätestens ab Ende Mai gibt es jeden Samstag & Sonntag Hoftage mit Führungen.

Wir wirtschaften aus Überzeugung ökologisch, dafür brauchen wir auch kein Zertifikat 😉

3 Kommentare
  1. Robert Herrlich
    Robert Herrlich sagte:

    Da kann ich nur zustimmen. Die im Handel im Umlauf befindlichen „Bio-Siegel“ oder „Bio-Labels“ führen den Verbraucher regelmäßig in die Irre.
    Wenn ein Bauernhof sich seiner Sache im Hinblick auf eine biologische Landwirtschaft sicher ist, dann braucht er den ganzen Kram nicht; abgesehen von dem vielen Geld und der bürokratischen Mühe, die das Ganze kostet!

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  2. Sabine
    Sabine sagte:

    Bio-Siegel machen schon Sinn, Hauptsache sie sind anspruchsvoller als das EU-Bio-Siegel der Supermärkte. Aber ob ein Arche-Hof das braucht, der sowieso unter besonderen Bedingungen Tiere hält und der evtl. nicht auf die überregionale Vermarktung von Produkten angewiesen ist/sein wird? Viel Erfolg übrigens für euer Projekt! Lediglich bei der Bienenhaltung zur Honiggewinnung bin ich skeptisch, wenn man nach wie vor Bienen gegen Parasiten behandeln muss, weil man Ihnen immer noch viel Honig wegnimmt – dadurch haben sie ja gar keine Zeit, sich selbst von Parasiten zu befreien. Als ich über Mellifera e.V. bei Imkern nachgelesen habe, war ich doch etwas enttäuscht.

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    • boehm
      boehm sagte:

      Danke dir für deinen Beitrag.
      Unabhängig von der Art zu imkern, wurde mit der Varoamilbe ein Parasit eingeschleppt, mit dem unsere europäischen Honigbienen (noch)nicht zurecht kommen.
      Der Parasit bringt das Gleichgewicht auseinander. Das hat Leider nichts damit zu tun, dass man Honig erntet oder wieviel. Denn Schwärme, die nicht eingefangen werden, bei denen somit gar kein Honig geerntet wird, überleben auf Grund der Varoamilbe auch nicht. Es gibt aber noch jedemenge andere Gefahren für Bienenvölker, wo ein maximum an eigenem Honig sicherlich das Immunsystem des Biens stärkt.
      In diesem Zusammenhang sollte man nicht vergessen wieviele Millionen Jahre es die Bienen gibt. Da sind 30 bis 40 Jahre „Stress“ mit einem Parasiten wie der Varroamilbe nichts. Überspitzt, bei den paar jährchen, weiß man noch gar nicht ob der „Selbstheilungsprozess“ der Bienen überhaupt schon angefangen hat.

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